TIPP-KICK gibt es schon über 80 Jahre Teil 2
Da 80 Jahre Firmengeschichte nicht in einen Beitrag passen, geht es heute weiter ab dem Jahr 1963:
Spaß, aber auch Ernst
Mit dem Beginn der Fußball-Bundesliga (1963) wurden die Mannschaften auch als TIPP-KICK Spieler produziert (Bundesliga Top-Kicker). Im Jahre 1967 wurde ein bis dahin unbekannter junger Fußballspieler auf der neuen TIPP-KICK Verpackung abgebildet. Für nur 1.000 DM Honorar erhielt die Firma Mieg die Rechte am Namen und an der Abbildung des unbekannten Spielers Gerd Müller. Rechtzeitig zur WM 1974 in Deutschland konnten die Spiele mit TIPP-KICK Star-Kickern in den Farben der teilnehmenden Nationalteams nachgespielt werden.
Innovationen und ständige Verbesserungen rund um das TIPP-KICK Spiel mit seinem umfangreichen Zubehör gehören zur Tagesordnung. So wurden im Jahre 1978 textile Netztore eingeführt, bevor vier Jahre später der Star-Keeper – ein Torwart, der sich zusätzlich nach vorne hechten kann – Einzug hielt. In den 80-er und 90-er Jahren kommen bis zu fünf verschiedene Ausführungen des TIPP-KICK Spiels auf den Markt – für jede Zielgruppe eine.
Gute Zeiten, schlechte Zeiten
TIPP-KICK kann als “Fußball im Kleinen” bezeichnet werden. Dies gilt auch im besonderen aus wirtschaftlicher Sicht. Immer wenn “die Großen Probleme” hatten, dann spürten diese auch “die Macher des Kleinen”.
Der Bundesligaskandal in den 70-er Jahren führte zu einem starken Einbruch der Verkaufszahlen und auch das schlechte Abschneiden bei Weltmeisterschaften wie z.B. 1978 in Argentinien („Die Schmäh von Cordoba) oder 1994 in den USA (Stefan Effenbergs unrühmlicher Auftritt und Abgang) wirkten sich negativ auf die Jahresbilanzen aus.
Ende der 90-er entstand in der Wirtschaft ein neuer Trend und damit ein für die Firma neues, lukratives Geschäftsfeld: TIPP-KICK Spiele werden vermehrt von Firmen als Werbegeschenke eingesetzt. Dieser Trend wurde durch die Perspektive der WM im eigenen Land 2006 noch verstärkt.
Die Marke TIPP-KICK besitzt einen sehr hohen Bekanntheitsgrad in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Traditionell wird das Spiel vor allem in diesen Ländern gespielt und verkauft. Im restlichen Europa ist die Verbreitung des Spiels noch ausbaufähig – auch weil es dort vereinzelt andere Fußballspiele auf dem Markt gab, die “in” waren. Einer der Hauptkonkurrenten von TIPP-KICK war das aus England stammende Spiel SUBBUTEO, deren Produktion jedoch im Jahre 2000 eingestellt wurde.
Vermehrte Anstrengungen, um in weiteren Ländern den Vertrieb des Spieles anzukurbeln, hat sich die Firma Mieg, die seit den 90-er Jahren in der 3. Generation, von Mathias und Jochen Mieg, geführt wird, zum Ziel gesetzt.
Die Firma Mieg – die kleinste Spielwarenfirma Deutschlands
Durch das Problem der starken Nachfrageschwankungen hat die Firma Mieg viele Produktionsprozesse, die bis zum Jahre 1998 noch im Haus angesiedelt waren, an Zulieferer vergeben.
So wurden die Gießerei und die Kunststoffspritzerei ausgelagert. Die Kicker werden in einer 8 km entfernten Gießerei gegossen, die Kunststoffteile liefert eine Kunststoffspritzerei, die 300 m vom Firmensitz entfernt ist. Über 80 Prozent der Kicker und Torhüter werden in Tunesien bemalt.
Ab dem Jahr 2006 sollen zwei komplette Spiele in China gefertigt werden. Diese Spiele sollen in den geplanten neuen Exportmärkten in Südamerika und in Asien zum Einsatz kommen. Die Endkunden, aber auch der Spielwarenfachhandel darf sich auch in den kommenden Jahren über weitere Innovationen rund um das Kult-Spiel TIPP-KICK freuen.
Related posts:
- TIPP-KICK gibt es schon über 80 Jahre In diesem Beitrag möchten wir Sie gerne über einen…
- TIPP-KICK Spiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 Sie möchten selber zu Hause eine Fußballweltmeisterschaft austragen? Mit…
Ähnliche Artikel bereitgestellt von Yet Another Related Posts Plugin.
Original post by admin