Markgrafenheide plant neues Ferienzentrum an der Ostsee
Das Ostsee-Ferienzentrum in Markgrafenheide war bis zum Jahr 2007 einer der größten Anziehungspunkte für Jugendreisen an die Ostsee rund um die Stadt Rostock. Heute, etwas mehr als zwei Jahre später, liegt das Areal in der Vorstadt von Rostock brach, ein Zustand, der in Markgrafenheide nach dem Willen der Stadtverwaltung aber schon bald wieder der Vergangenheit angehören soll. Die Einigung mit einem Investor, der in Markgrafenheide zusammen mit einigen Partnern ein neues Ferienzentrum an der Ostsee errichten möchte, konnte bereits erzielt werden, das letzte Wort haben allerdings die Einwohner von Markgrafenheide, die am 27. Januar 2010 per Bürgerentscheid über das Projekt entscheiden werden.
Jugendreisen an die Ostsee zum erschwinglichen Preis, so lautet das Hauptanliegen, das mit dem Ferienzentrum bei Rostock verwirklicht werden soll. In der Ausschreibung werden junge Familien mit Kindern als zweite Zielgruppe genannt, weshalb in Markgrafenheide auf den Bau teurer Hotels verzichtet werden soll. Stattdessen will der Bauunternehmer Irmin Stintzing die Jugendreisen an die Ostsee bei Rostock mit einem Campingplatz wiederbeleben und damit an die guten, alten Zeiten des ehemaligen Ostsee-Ferienzentrums anknüpfen. Der Ortbeirat von Markgrafenheide steht dem Projekt in der Mehrheit positiv gegenüber und stimmte dem Projekt in der jüngsten Sitzung des Gremiums zu, auch wenn sich einzelne Ratsmitglieder aus den Reihen der CDU einen höheren Kaufpreis für das “Filetstück städtischen Eigentums“ hätten vorstellen können, als die ausgerufenen 19 Euro pro Quadratmeter.
Mit dem vergleichsweise geringen Preis für das Areal, auf dem das neue Ferienzentrum an der Ostsee entstehen soll, will Markgrafenheide offensichtlich seinen Beitrag dazu leisten, dass der Investor Klassenfahrten und Jugendreisen an die Ostsee künftig ebenso günstig anbieten kann. Von einer Zunahme der Jugendreisen und des allgemeinen Tourismus an der Ostsee würden auch viele Gewerbetreibende in Markgrafenheide unmittelbar profitieren, etwa die Betreiber von Surfschulen, Tretbootverleihen oder Fährschiffen, so dass Ende Januar auch mit einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung gerechnet werden kann.
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