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Ein guter Kinderwagen

(Gastartikel): Geht es um die Anschaffung eines Kinderwagens, erleiden werdende Eltern oft einen milden Schock. Für Modelle namhafter Hersteller muss ein kleines Vermögen investiert werden. Eine gute Alternative besteht darin, sich auf die Suche nach einem gebrauchten Kinderwagen zu machen.

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Original post by admin

Filmteam bei Harry und Charlie

A

Original post by Fiona

Ein kleiner Haushaltstipp passend zur Wetterlage

Brrr, heute Morgen war und ist es ja mal wirklich richtig eisekalt.
Immerhin: Die Sonne scheint und so zeigt sich der Winter hier - zumindest rein optisch - von seiner schönsten Seite in reinster Kalenderblattidylle.

Und: Ganz nebenbei bieten die eisigen Temperaturen die besten Voraussetzungen eine - subjektiv als eher lästig empfundene - Hausarbeit mal ganz entspannt anzugehen. Die Rede ist vom Abtauen des Eisschranks. (more…)


Original post by abc-mama

Der verzauberte Schneemann und Experten-Frage

Guten Morgen Pandas,

ich will euch ja nicht beunruhigen, aber es scheint ganz so, als ob Ella mit ihrem Instinkt richtig lag.

Ganz genau!
Ich hatte den richtigen Riecher, was Evrons Schneemann anbelangt.
:mrgreen: Aber ich wünschte, ich hätte unrecht gehabt. :( Der Schneemann sieht grauenerregend aus! Wie aus einem Horrorfilm. :shock: Ihr glaubt mir nicht? Dann schaut euch das Schneemann-Monster mit euren eigenen Augen an, und zwar durch das Teleskop auf der Schlossterrasse!

Das Schlimmste kommt aber erst noch: Evron hat irgendeinen Zauber bei dem Schneemann angewandt. Wie wir Evron kennen, ist das garantiert KEIN guter Zauber. Dieser Schneemann muss irgendwelche Kräfte von Evron bekommen haben. Aber welche?

Keine Ahnung. Was sagt denn dein guter Riecher dazu? ;)

Nichts, rein gar nichts!
Ich habe seit gestern einen dicken fetten Schnupfen! Meine Nase ist total verstopft! :( Irgendwie hat da auch mein Detektivischer Spürsinn ausgesetzt. Ich habe keinen blassen Schimmer, was Evron mit dem Schneemann vorhat. Diese ganze Geschichte wird immer merkwürdiger, findet ihr nicht auch?

Absolut! Deswegen müssen wir jetzt zusammenhalten und uns überlegen, was Evron wohl mit einem verzauberten Schneemann anstellen könnte und dann entgegensteuern!

Apropos steuern…

Experten-Frage der Woche:
Wohin steuert das Boot am Alten Hafen?

Schreibt die Antwort bis morgen Abend als Kommentar! Ein Panda wird ausgelost und gewinnt einen College-Hut und eine Teekanne für kalte Wintertage. ;)


Haltet die Ohren steif
Max
und Ella


Original post by Ella_und_Max

Ein Spieltipp für clevere, kleine Seefahrer mit kühlem Kopf: „Wilde Wikinger” von HABA

Ein wenig Würfelglück, geschicktes Bieten auf kleinere oder größere Schätze und ein gutes Gespür dafür, wie risikobereit, großzügig oder sparsam die Mitspieler ihre Handkarten wohl einsetzen werden:
Das sind die „Zutaten”, um beim Kinderspiel „Wilde Wikinger” am Ende als stolzer Besitzer des größten Vermögens da zu stehen!

Die Spielidee ist wunderbar einfach und die Regeln für Kinder leicht verständlich:
Drei Schiffe in den Farben Rot, Gelb und Blau legen immer wieder - mit unterschiedlich großer Fracht beladen und in kleineren oder größeren zeitlichen Abständen (über beides entscheidet der Würfel) - am Rande des Dorfes an. (more…)


Original post by abc-mama

10 Tipps: Die Eiszeit genießen

Frostige Tage kombiniert mit strahlender Sonne - das ist für viele der Inbegriff einer schönen Winterzeit. Wären da nicht klamme Finger, rotgefrorene Nasen und eiskalte Füße. Zum Glück gibt es Tricks, die gegen schneidende Kälte helfen - und selbst bei Frostgraden Lust auf Winter machen. Die 10 besten Tipps für „Kaltstarter“.(1) Eisbeine vermeiden: An frostigen Tagen können Füße ruckzuck zu…

Original post by sofie75

Eisige Kälte: Die 10 besten Warmmacher

Frostige Tage kombiniert mit strahlender Sonne - das ist für viele der Inbegriff einer schönen Winterzeit. Wären da nicht klamme Finger, rotgefrorene Nasen und eiskalte Füße. Zum Glück gibt es Tricks, die gegen schneidende Kälte helfen und selbst bei Frostgraden Lust auf Winter machen. Die 10 besten Tipps für „Kaltstarter“.(1) Eisbeine vermeiden: An frostigen Tagen können Füße ruckzuck zu…

Original post by sofie75

Bei Familie Feuerstein

Brennende Fettklumpen als Beleuchtung, Wände zum Bemalen und Knochen zum Spielen/ Illustrationen: Helen Gruber für DIE ZEIT/www.helengruber.de

In einer Höhle in Frankreich haben vor 14000 Jahren Kinder gespielt. Noch heute findet man ihre Spuren

Von Urs Willmann

Robert Bégouën ist ein echter französischer Graf mit einem Schloss, von dessen Terrasse aus man direkt auf die Schneeberge der Pyrenäen blicken kann. Und dieser Graf besitzt mit seiner Familie drei Höhlen, die in der Steinzeit von Menschen bewohnt waren. Man findet dort uralte Kunst an den Felsen. Außerdem Schädel von Höhlenbären und Klingen aus Feuerstein.

Das Besondere an den Höhlen des Grafen Bégouën sind aber nicht nur Wandbilder, die belegen, dass die Steinzeitler großartige Künstler waren. Vielmehr sind es Spuren, die Einzelheiten über den Alltag von damals verraten. Und vor allem – das ist etwas ganz Besonderes – erzählen uns diese Spuren etwas über das Leben der Steinzeitkinder.

Archäologen entdeckten bisher auf der Welt nur wenig Überreste, die uns heute eine Vorstellung davon geben, was Kinder vor so langer Zeit Tag für Tag getrieben haben. Vermutlich mussten sie früh hart arbeiten. Anhand von Knochen aus Gräbern stellten Wissenschaftler fest, dass die Kleinen den Erwachsenen schon mit sechs Jahren viel helfen mussten.

Nirgendwo erfahren wir so viel über den Alltag vor fast 14000 Jahren wie in der Höhle Tuc d’Audoubert – so heißt die Höhle des Grafen. Netterweise zeigt er sie uns. In einem wackeligen Boot paddeln wir den Volp hinauf. Dieser kleine Fluss verschwindet in einem Loch im Felsen, und wir schippern direkt hinein in die Unterwelt!

Die Höhle verschluckt alles Tageslicht, unsere Taschenlampen beleuchten das gespenstische Gewölbe über unseren Köpfen nur schwach. Nach 50 Metern legen wir an. Unter den Stiefeln knirscht der Kies. Ein kurzer Fußmarsch, dann klettern wir eine rostige Leiter hoch bis zu einem Eisengitter. Der Graf kramt nach den Schlüsseln. Es knackt im Schloss. »Hereinspaziert«, sagt er, »willkommen in der Vergangenheit!«

Tausende von weißen Stalaktiten hängen von der Decke. Das sind Kalkablagerungen, die das Wasser beim Herabtropfen hinterlassen hat. Wir leuchten mit unseren modernen Lampen herum. Die Steinzeitkinder hatten damals nur brennende Fettklumpen, die sie auf Sandsteintäfelchen herumschwenkten. Trotzdem fanden sie sich in dem Labyrinth offenbar ganz gut zurecht.

Als Erstes stellen wir fest, dass niemand aufgeräumt hat. Die Utensilien der frühen Bewohner liegen genauso herum wie zu Familie Feuersteins Zeiten. In der Wand klemmt der Kratzer aus Stein, mit dem der Vater die Fleischfetzen von den Knochen der erbeuteten Rentiere schabte. Man sieht auch heute noch genau, wo Mama Feuerstein ihre Liebsten bekochte. Jetzt ist niemand von ihnen mehr da. Die Jäger haben ihre Anzüge mitgenommen, ihre Garderobe ist leer: Es stecken nur noch die vier Knochensplitter in der Wand, an denen sie damals ihre Felle aufgehängt haben.

Schauen wir also im Obergeschoss nach. Dazu müssen wir eine schmale Röhre hinaufkraxeln und uns dann, auf dem Rücken kriechend, mit eingezogenen Schultern durch einen schmalen Gang zwängen. Das ist ziemlich unheimlich. Lehmverschmiert betreten wir das »Spielzimmer«. Der Graf richtet die Taschenlampe auf einen riesigen Knochen weit hinten im Raum. Es sieht aus, als hätten hier bis vor wenigen Augenblicken Kinder gespielt und den Oberschenkelknochen eines Höhlenbären nur mal eben an die Wand gelehnt. Oder dort einen Schädel auf einen Stein gelegt. Knochen zum Spielen fanden die Kleinen genug. Schließlich hatten Bären die Höhlen früher zum Schlafen genutzt; aber das war Jahrtausende, bevor die ersten Menschen kamen.

Von den Steinzeitkindern könnten auch die Gravuren stammen: mit einer Art dreizackigem Stecken hat jemand parallele Linien in den Fels gezogen. Aber waren das wirklich Kinder?, möchten wir vom Grafen wissen. Er schaut geheimnisvoll, lächelt und leuchtet dann auf eine kleine Delle im Boden. Tatsächlich, der Fersenabdruck eines halbwüchsigen Kindes. Hier ist es gehüpft, links, rechts, links. Und dort: Hat dasselbe Kind das Skelett einer Schlange ohne Kopf in die Ecke geworfen? Die blanken Reptilienknochen liegen noch da, das Kind ist verschwunden.

Ein kurzes Stück weiter stoßen wir erneut auf die Spuren der spielenden Steinzeit-Minis. Hier muss man allerdings aufpassen, dass man die unterschiedlichen Zeiten nicht durcheinanderbringt: Rund um ihre Schlafkuhlen drückten einst Höhlenbären mit ihren Pranken breite Spuren in den Lehm. Deutlich erkennt man die Abdrücke ihrer langen Krallen. Am selben Ort lümmelten viele Jahrtausende später die Menschenkinder herum. Wenn wir heute auf den immer noch feuchten Lehm schauen, sieht es so aus, als ob Kind und Tier gemeinsam herumgetollt wären.

Die Spuren sind so gut erhalten geblieben, weil die Grotte jahrtausendelang verschlossen war und hier unter dem Boden das Klima und die Temperatur immer gleich geblieben sind. Auch die Feuchtigkeit hat sich, wie von einer Klimaanlage gesteuert, nicht verändert. Kein Staub hat sich auf den Boden und die knöchernen Spielsachen gelegt. Am wichtigsten aber war, dass der Graf und seine Verwandten die Wohnung von Familie Feuerstein nach jedem Besuch fest verschlossen haben. Ganz selten, nur in Ausnahmefällen, lassen sie jemanden einen Blick in ihre Höhle werfen, einen Blick in die Vergangenheit.

Bevor die Batterien unserer Taschenlampen leer sind und wir ans Tageslicht zurückkehren müssen, zeigt uns der Graf einen Vorsprung am Rand der Höhle. Ein etwa vierjähriges Kind ist dort ausgerutscht. Dann hat es wieder festen Tritt gefasst, die Zehen in den Lehm gedrückt und ist heruntergesprungen. Und ein anderes Kind (oder war es dasselbe?) hat beim Spielen in den Dreck gegriffen: Nicht einmal die Spuren der feinen Rillen seines Fingerabdrucks sind verschwunden.

An dieser Stelle muss sogar Robert Bégouën immer wieder staunen. Er hat den Ort hundertmal besucht – trotzdem schaut er auch heute noch ungläubig und fasziniert auf den menschlichen Fingerabdruck, der 14 Jahrtausende überdauert hat.

Original post by Redaktion KinderZEIT

Rolle Rückwärts - Noten vs. Berichtszeugnis

Beim morgendlichen Studium der Zeitung, stolpere ich über einen Artikel auf der Hauptseite, zum Thema “Benotung”. Dort verkündet die Ministerien aus NRW - auf die Vergabe von Noten bis einschließlich Klasse 3, kann zukünftig verzichtet werden. Die Schulkonferenz entscheidet, ob Noten oder Berichtszeugnisse erstellt werden. Mal abgesehen von dem Sachverhalt, ob diese Reform zu den Thema der “offenen Eingangsklassen” passt oder nicht, habe ich mir folgende Frage gestellt.

Sollten massive Änderungen/ Reformen nicht zumindest vorab irgendwie in der Organisation, bei den Mitarbeitern zur Kenntnis genommen werden. Sollte man als Führungsverantwortlicher nicht auch und insbesondere nach innen kommunizieren. Ich bin gespannt, wie viele Eltern heute Morgen auf den Schulhof stehen und die Nachricht diskutieren - eventuell eine Lehrkraft ansprechen, was denn nun mit den Halbjahreszeugnissen ist und warum man nicht seitens der Schule informiert wurde. Dann stehen die Kolleginnen und Kollegen da und geben zu Protokoll, dass

  1. man nichts davon wüsste (habe die Zeitung nicht gelesen)
  2. sicherlich demnächst Infos seitens der Schule kommen
  3. Ist doch eh egal, ob Bericht oder Kopfnoten
  4. Danke für die Info - ich werde mal nachfragen

In allen Fällen stehen Sie dumm da! Wie fühlt man sich, wenn man nicht vorab informiert wird - geschweige denn, an solchen Entscheidungen beteiligt wird. Ich denke - auch Minister haben eine Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern - anerkennender Dialog funktioniert nicht über “Bande”.

© 2009 Nie!kao Lernwelten

Rolle Rückwärts - Noten vs. Berichtszeugnis

Original post by udo

KrimiZeit für Kinder: Fluch oder Verschwörung

Illustration: Ulf K. für DIE ZEIT/www.ulf-k.blogspot.com

Ohne die Hilfe von Sherlock Holmes hätte der junge Sir Henry Baskerville sein Erbe vergessen können

Von Jenny Gaschke

So viel steht fest: Sir Charles Baskerville ist tot. Mit vor Entsetzen verzerrtem Gesicht liegt er auf der Eibenallee hinter seinem Landsitz Baskerville Hall, den das einsame Dartmoor umgibt. Die Umstände seines Todes sind mehr als unheimlich. Ist der wohltätige, verwitwete Adlige Opfer des Fluches geworden, den sein Vorfahr Sir Hugo vor Jahrhunderten über die Familie gebracht hat? Einiges deutet darauf hin, denn die Leiche ist umgeben von den Pfotenspuren eines riesigen Hundes. Ist jenes dämonische Tier, das schon Hugo zur Strafe für sein sündhaftes Leben ins Verderben trieb, jetzt, im Jahr 1889, zurückgekehrt? Und ist Sir Charles’ Erbe, der junge Henry Baskerville, nun ebenfalls in Gefahr?

Dr. Mortimer, ein Freund der Familie Baskerville, sucht Hilfe in der Baker Street 221B in London – bei Sherlock Holmes, dem berühmtesten aller Detektive. Holmes und Dr. Watson (Holmes’ treuer Gefährte in allen Abenteuern) erfahren, wie sehr der alte Sir Charles den Familienfluch gefürchtet hatte. Und dass er trotzdem in der Nacht seines Ablebens ganz allein am Rande des Moors auf jemanden wartete. Seine Fußspuren zeigen, dass er von seinem Standort aus plötzlich um sein Leben gerannt sein muss – etwa auf der Flucht vor der Bestie?

Sherlock Holmes ist scharfsinnig, ein Mann der kompromisslosen Logik, der strikt wissenschaftlichen Beobachtung und Analyse. In aller Regel findet er sehr reale Erklärungen für die Rätsel, mit denen er sich auseinandersetzt – was hält er also von Flüchen, von übernatürlichen Ungereimtheiten? Auf jeden Fall wecken sie sein Interesse – und sein Misstrauen. Zumal nun auch noch der junge Sir Henry Baskerville bedroht wird. Er hat einen anonymen Brief erhalten, zusammengefügt aus Wörtern, die ein Unbekannter aus der Times ausgeschnitten hat: Wenn ihm sein Leben lieb sei, solle er dem Moor (und dem Stammsitz seiner Familie) fernbleiben. Die Ereignisse werden immer bizarrer: Sir Henry wird in seinem Londoner Hotel erst ein neuer, dann ein alter Schuh entwendet. Eine mysteriöse Person, die sich frecherweise auch noch als Sherlock Holmes ausgibt, beschattet ihn. Was erwartet ihn unter diesen Bedingungen erst auf Baskerville Hall?

Eigentlich wollte der Schotte Sir Arthur Conan Doyle (1859 bis 1930), der ursprünglich Medizin studiert hatte, ernst zu nehmende historische Romane schreiben. Den Hund der Baskervilles veröffentlichte er 1901 und 1902 als Fortsetzungsroman im berühmten Strand Magazine. Da waren ihm sein stets erfolgreicher, genialer, aber auch übermäßig selbstbewusster Detektiv (und der Hunger seiner Fans nach immer neuen Geschichten über Sherlocks Kunst, auch die schwierigsten Fälle zu lösen) längst zur Last geworden. Schon 1893 hatte er versucht, Holmes sterben zu lassen: In der Kurzgeschichte Sein letzter Fall stürzt der Detektiv während eines Kampfes mit seinem Erzfeind Professor Moriarty in den Reichenbachfall. Doch der Protest der Leser war überwältigend, Scharen von Abonnenten kündigten den Bezug des Strand Magazine . Nach acht Jahren gab der Autor dem Druck schließlich nach: Der Hund der Baskervilles erschien und wurde nicht nur der berühmteste Fall von Sherlock Holmes, sondern zählt heute zu den wichtigsten Detektivromanen überhaupt – ein absoluter Klassiker.

Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit zur Ferndiagnose, mit der Doyle seinen Helden ausstattet: Holmes fährt nämlich zunächst keineswegs selbst ins Dartmoor, um zweifelhaften Hundeerscheinungen nachzuspüren. Er beauftragt Dr. Watson, Sir Henry zu begleiten. Watson soll dem jungen Erben zur Seite stehen und regelmäßig per Telegramm über alle Ereignisse berichten.

Kaum haben die Reisenden ihr Ziel erreicht, erfahren sie, dass ein entlaufener Mörder sich im Moor versteckt hält. Watson and Sir Henry verbringen ihre erste Nacht im düsteren Familienschloss. Dort macht das Dienerehepaar einen verdächtigen Eindruck auf Watson. Auf einem Spaziergang durch die wilde Moorlandschaft trifft der Doktor dann Nachbarn des verstorbenen Sir Charles: den Naturforscher Jack Stapleton und dessen so attraktive wie undurchsichtige Schwester Beryl. Für Letztere beginnt sich, wie könnte es anders sein, auch der junge Sir Henry zu interessieren.

Ein schwer durchschaubares Beziehungsgeflecht und dunkle Motive verbinden die Personen, die rund um Baskerville Hall anzutreffen sind. Und das Moor selbst gibt Watson weitere Rätsel auf – unheimliche Laute sind dort zu hören, weitere Unbekannte treiben sich in der Gegend herum. Inzwischen hat sich auch Sherlock Holmes an den Ort des Geschehens begeben und unerkannt ermittelt. Doch Holmes und Watson können selbst mit vereinten Kräften nicht verhindern, dass ein weiterer Mensch gewaltsam zu Tode kommt.

Es bedarf Holmes’ ganzer Genialität, um die Verschwörung aufzudecken, die den jungen Sir Henry um sein Erbe bringen soll. Ein Hund spielt dabei tatsächlich eine Rolle, aber es ist keine Geistererscheinung, sondern ein echtes Tier, das auf den Geruch seiner Opfer abgerichtet wurde. Auf ihrem Höhepunkt entwickelt die Geschichte ein enormes Tempo: Holmes entlarvt den Schuldigen – und den ereilt seine gerechte Strafe. Auf der Flucht verirrt sich der Bösewicht und versinkt im Moor.

Conan Doyles Kunst besteht (wie in allen Sherlock-Holmes-Geschichten) darin, dass alle Details der Handlung am Ende wie ein Puzzlespiel zusammenpassen und dass Ruhe und Ordnung wiederhergestellt werden. »Die Welt ist voll von offensichtlichen Dingen, die zufällig nie jemand bemerkt«, sagt der Meister. Für jedes Detail gibt es eine logische Erklärung.

Wer den Hund der Baskervilles heute liest, wird sich mit manchem, was die Figuren über die sogenannte Rassenkunde, über gesellschaftliche Klassen und das britische Empire sagen, schwertun. Andere Aspekte aber, wie Holmes’ Verwendung moderner Technik (etwa des Telegramms) und naturwissenschaftlicher Methoden zur Verbrechensbekämpfung, zeigen, woher heutige TV-Formate wie zum Beispiel CSI (Crime Scene Investigation) ihre Vorbilder nehmen. Obwohl die Handlung zum größten Teil im ländlichen Devon spielt, wird offenbar, wie vergleichbar die Wirkung der Innovationen zur viktorianischen Zeit auf die damalige Gesellschaft den technischen Fortschritten von heute sind. Der Hund der Baskervilles ist ein Kriminalroman, der jungen Lesern einen perfekten Übergang von der Jugend- in die Erwachsenenliteratur bietet.

Der spannende Krimi “Der Hund von Baskervilles” von Arthur Conan Doyle ist der dreizehnte Band der 15-teiligen neuen Krimiedition für Kinder von der ZEIT. Hier erfährst Du mehr darüber.

Original post by Redaktion KinderZEIT