Kinderspiele Internet Rotating Header Image

Woher kommt eigentlich der Ausdruck „Rabenmutter“?

A

Original post by Fiona

Lernlandschaften – innovatives Unterrichtsmaterial für den differenzierenden und individualisierenden Unterricht

Teil 2: Basisanforderungen an das Unterrichtsmaterial “Lernlandschaft”

 

Vorab noch einmal: Unser Prozess, didaktisch und methodisch durchdachtes und praxisnahes Unterrichtsmaterial zu entwickeln und zu erproben, ist noch nicht abgeschlossen. Es handelt sich um einen offenen Prozess, der weiterhin läuft und permanent optimiert bzw. an die realen Anforderungen des Unterrichts angepasst wird. Grundlegende Schritte hierzu wurden mit den Versuchen der Anwendung der Methode der “Zwicky Box”, des “fundamentalen Attributierungsfehlers” etc. unternommen. Diese Schritte sind maßgeblich dafür verantwortlich, im Verlauf des ersten Schuljahres die für das Arbeiten in Lernlandschaften grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten des einzelnen Schülers und des Klassenverbandes als Lerngruppe anzubahnen. Der Umgang mit der Selbst- und Partnerkontrolle, das Arbeiten in Förderbändern, die Zusammensetzung der Gruppentische nach Lerntypen, die Fokussierung auf die Lern- und Arbeitshaltung: All dies bildet die Grundlage, dass Unterricht in Lernlandschaften möglichst friktionsfrei erfolgen kann.

Im Folgenden nun einige Grundüberlegungen:


Um dem Anspruch der Differenzierung zu genügen, haben wir den PDCA-Zyklus als Referenzmodell herangezogen. PDCA meint “Plan-Do-Check-Act” und ist einer der wesentlichen Bausteine von kontinuierlichen Verbesserungsprozessen in modernen Management-Modellen. Das Denken und Handeln im PDCA-Modell basiert im Wesentlichen auf einer genauen Analyse der Ausgangssituation im Hinblick auf das zu erreichende Ziel. Übertragen auf das Unterrichtsmaterial “Lernlandschaften” und die Anforderung “Differenzierung” steht “P” für den Eingangstest. Dabei entspricht der Eingangstest zu 100 % dem Abschlusstest, also dem Ziel der Lerneinheit bzw. dem, was die Kinder im Verlauf der Lerneinheit lernen sollten.

Die Ergebnisse aus dem Eingangstest sind die Basis für die Einordnung der Kinder in die jeweilige Einstiegsgruppe. Die Intention dabei ist, dass wir jene Kinder, die bereits viel können, nicht durch zu leichte Aufgaben permanent unterfordern wollen. Im Umkehrschluss natürlich auch jene Kinder, die bestimmte Fertigkeiten und Fähigkeiten noch nicht nachweisen konnten, nicht permanent überfordern wollen. Eine Einstiegsgruppe entspricht dabei immer wieder einem Teil der Lernlandschaft. Das kann je nach Gestaltung und Motto der Lernlandschaft ein Dorf, eine spezifischen Landschaft, eine Übung im Trainingscamp bei den Außerirdischen oder auch eine Wasserwelt oder Blumenwiese sein. Allen Lernlandschaften ist gleich, dass die gesamte Lerneinheit in einzelne Lernmodule untergliedert ist und in jedem Modul lernt und trainiert das Kind eine besondere Fertigkeit und Fähigkeit.

Mit der Auswahl des spezifischen Landschafts- bzw. Lernmoduls und der Einordnung in eine Einstiegsgruppe sind wir schon mal der Anforderung an Differenzierung sehr nahe gekommen. Doch häufig – oder besser – in der Regel reicht die Einordnung in eine Einstiegsgruppe noch nicht aus. Beispielsweise können einige Kinder bereits die Addition über den Zehner, haben aber noch Probleme mit Platzhalteraufgaben. Sie sind zwar in der richtigen Einstiegsgruppe, aber mit manchen Aufgabentypen noch überfordert. So wurden sämtliche Lernmodule unseres Unterrichtsmaterials “Lernlandschaft” nochmals in individuelle Trainingseinheiten untergliedert. Das Unterrichtsmaterial in den Lernlandschaften ist nach 1- bis 3-Sternchen-Aufgaben unterteilt. Jedes Kind einer Einstiegsgruppe erhält nach dem Abschluss des Eingangstests einen individuellen Trainingsplan. Dieser Schritt entspricht im PDCA-Modell dem Punkt “D” – Do – es geht also in die Arbeit, ins Tun. Differenziert nach Lernerfordernis mithilfe der Einstiegsgruppe und individualisiert nach dem Anforderungsgrad (Sternchen).


 


Die Kinder bewegen sich innerhalb einer Trainingseinheit relativ frei durch das Material. Hierfür notwendig ist natürlich eine positive Lern- und Arbeitshaltung. Diese wird allerdings automatisch dadurch gestützt und gefördert, dass jedes Kind auf seinem individuellen Niveau gefördert und gefordert wird. In der Praxis heißt das: Die Kinder, und zwar alle Kinder, arbeiten wie der Teufel und freuen sich am Lernerfolg. Visuell unterstütz durch den Wanderpass/Trainingspass, der die Sammelleidenschaft der Kinder anspricht, wird jede abgeschlossene oder durchwanderte Lerneinheit im Wanderpass dokumentiert und sogar auf einer gesonderten Tabelle dokumentiert. Jede Lerneinheit besteht in der Regel aus drei bis fünf Teilaufgaben, wiederum unterteilt in zwei bis drei Anforderungsklassen. So ist es also möglich, das ein Kind in einer Einstiegsgruppe sich von den leichten hin zu den schwierigen Aufgaben durcharbeitet oder in unterschiedlichen Lerneinheiten nur spezifische Aufgaben einer Anforderungsstufe bewältigt. Die Entscheidung, was für das Kind gut und förderlich ist, entscheidet die Lehrkraft selbst und im Dialog mit dem Kind. Jede Lerneinheit wird mit einer Standortbestimmung – sprich einem kurzen Zwischentest – abgeschlossen, und zwar dann, wenn sich das Kind in der Lage fühlt, den Zwischentest erfolgreich zu bestehen. Die Zwischentests werden nicht im Klassenverband geschrieben, sondern individuell nach Bedarf. Aufgrund der Enge im Klassenraum sitzen die Kinder, die einen Zwischentest machen dürfen, bei meiner Frau unter der Tafel auf Kissen – auf dem heißen Stuhl. Im PDCA-Modell entspricht das dem Schritt “C” – Check. Hier wird geschaut, ob das einzelne Kind bereit ist, auf das nächst höhere Level oder zur nächsten Lerneinheit/Landschaft zu wechseln.

Ein weiteres Merkmal der Differenzierung des Unterrichtsmaterials innerhalb der Lernlandschaft bilden die Hausaufgaben. Auch diese sind nicht für jedes Kind dieselben, sondern für jede Lerneinheit gibt es spezifische Hausaufgaben.

Abgeschlossen wird die Lernlandschaft mit einem für alle Kinder gleichen Abschlusstest, der, wie bereits gesagt, dem Eingangstest zu 100 % entspricht. In unseren Fall ist es in der Regel der Test, der auch in den anderen Klassen geschrieben wird. Man möchte ja gerne (wer weiß warum) die Vergleichbarkeit und Transparenz gesichert wissen. Allerdings haben die Lehrer mit dem Unterrichtsmaterial der Lernlandschaft nunmehr den Vorteil, nicht nur die Note zu vermerken, sondern den weitaus wichtigeren Lernfortschritt messen zu können. Dies entspricht im unserem Modell dem Schritt “A” – Act – und bildet somit nicht nur das Ergebnis des gesamtem Lernprozesses ab, sondern ist gleichzeitig auch die Basis zur Feststellung des weiteren Forder- oder Förderbedarfs sowie eventuell vorhandener Lernhandicaps.

Nun kann man vermuten, dass die schnellen und klugen Kinder sehr früh durch die Lernlandschaft gewandert sind, die nur schnellen Kinder kaum etwas gelernt haben, die langsam und klugen Kinder wieder einmal hinterherhinken und bummeln und die nur langsamen Kinder nichts gelernt haben. Dem ist aber nicht so. Dadurch, dass die Kinder auf ihrem individuellen Niveau optimal gefordert und gefördert werden, das Material durch die integrierte Selbst- und Partnerkontrolle stetig positive Rückmeldungen liefert und somit die Lernfreude durch Lernerfolge bestärkt, die Sammelleidenschaft durch den Wanderpass für jedes Kind einzeln und auf der Gesamttabelle über alle Kinder dokumentiert und visualisiert wird, sind alle Kinder – wirklich alle Kinder – selbst Kevin, der bislang lieber im Vorhang hing und Tarzan spielte, freudvoll tätig. Mehr noch: Selbst schwächere Kinder blühen auf, wenn sie auf der Gesamtliste sehen, dass sie die meisten erledigten Trainingseinheiten aufweisen. Was kann ein positiveres Feedback für diese Kinder sein? Sie werden für ihren Fleiß und für ihren individuellen Erfolg belohnt.

© 2009 Nie!kao Lernwelten

Lernlandschaften – innovatives Unterrichtsmaterial für den differenzierenden und individualisierenden Unterricht

Original post by udo

Erkunden und ausprobieren….

Kinder sollen nicht nur zu Hause rumgammeln. Sie sollen sich bewegen und das am besten an der frischen Luft. Denn das macht müde und glücklich.

Mit einem Kinderspielturm wird so mancher Stubenhocker zu einem Allwetterkind. Es gibt Kinderspieltürme mit Dach und einer superschönen Hängebrücke. Damit können Kinder lernen das Gleichgewicht zu halten. An vielen Kinderspieltürmen ist eine Rutsche. Manchmal muss diese dazu gekauft und extra angebracht werden.

Da Kinder aber für ihr Leben gerne rutschen, sollte man Ihnen den Spaß gewähren. Eine Strickleiter sorgt für Ausdauer und Kraft und gibt so manchem Kind das Gefühl, auf ein Baumhaus zu klettern. Es gibt Stricke um sich von einer Seite zur anderen zu hangeln und natürlich gehört auch eine Schaukel dazu. Wer sich für einen Kinderspielturm entscheidet, wird dafür lange belohnt werden. Denn die Kinder werden immer darauf spielen und es wird nie langweilig, egal bei welchem Wetter.

Wenn Kinder Tischtennis spielen wollen, können Sie das ganz einfach. Denn so ein Tischtennistisch ist schnell gekauft und aufgebaut. Nun noch den passenden Schläger finden und einen schicken bunten Ball. Das Netz aufhängen und schon kann es losgehen. Kinder lieben solche Spiele. Sie gehen schnell von der Hand, fördern die Konzentration und spornen an sich anzustrengen, um zu gewinnen. Hier können Kinder sich mit Erwachsenen duellieren, denn auch Kinder haben eine große Chance bei diesem Spiel zu gewinnen. Tischtennis spielen hält fit und bringt Spaß für die ganze Familie. Auch mit Freunden kann man sich prächtig die Zeit vertreiben mit ganz viel Spaß und Spannung. Ein Tisch für das Tischtennis gibt es für außen mit spezieller Lackierung oder für den Innenbereich.

Kinder wollen einfach beschäftigt werden und sich selbst erkunden und ausprobieren. Dies ist die beste Art seinem Kind ein Stückchen neue Welt zu bieten.

Original post by Katrin

Asthma bei Kindern: Ist die Mutter schuld?

Asthma bei Kindern - das ist in vielen Fällen eine Frage der Gene. Doch es gibt auch noch andere Faktoren, die Kindern die Kehle zuschnüren. Neuere Studien nennen Gefahren, die Eltern - und sogar schon werdende Mütter - vermeiden können, um die Lungen ihrer Kinder zu entlasten. Auch die Grippezeit kann dafür sorgen, dass Kindern die Luft wegbleibt.Atemnot in der Nacht, Lungenrasseln beim Sport,…

Original post by sofie75

Versuchsfrosch Ella und Experten-Frage

Guten Morgen Pandas,

könnt ihr es glauben? Napasapa hat schon wieder viel zu wenige Limonadenflaschen für seinen Tank mitgebracht – genauso wie beim letzten Mal. Tztztz, Napasapa ist so ein Träumer!

Ich glaube, das ist erblich bedingt. Seine Eltern Nui und Trawui hatten bei ihrem Besuch auf Panfu auch zu wenig Limonade in den Tank gefüllt. ;) Wir müssen so schnell wie möglich die Limonadenflaschen aus der Disco besorgen und Napasapas Tank damit befüllen.

Schnell ist gut!
Max verwandelt mich seit gestern ständig in einen Frosch! [QUAK] Upps… :oops:

Hihi, ich habe so schnell wie möglich ganz viele Punkte bei den Erfolgen gesammelt und Ella als mein Versuchskaninchen, ähm ich meine VersuchsFROSCH, benutzt. :lol:

Max hat mich so oft in einen Frosch verwandelt, dass ich heute Morgen nach dem Aufstehen automatisch mit meinen Armen und Beinen durch das Baumhaus gehüpft bin. :oops: Außerdem bilden sich langsam Schwimmhäute zwischen meinen Zehen… Aber das werde ich Max heimzahlen! Ich sammle so viele Punkte, bis ich ihn in eine Schnecke verwandeln kann, hihi. ;) Aber wieviele Punkte braucht man eigentlich dafür? Wisst ihr es?

Experten-Frage:
Wieviele Punkten braucht man bei den “Erfolgen”, um einen anderen Panda in eine Schnecke zu verwandeln?

Schreibt die Lösung bis morgen Abend als Kommentar! Zu gewinnen gibt es einen College-Hut und eine Hängepflanze. Keine Angst, sie übersteht auch den kalten Winter. ;)

Haltet die Ohren steif
Ella
und Max


Original post by Ella_und_Max

Die englische Sprache entdecken mit “Ben und Bella” und jeder Menge Spaß

Schon seit Jahren entdecken Kinder im Alter von etwa 3 bis 6 Jahren auf der ganzen Welt die englische Sprache mit Ben und Bella. Seit Oktober vergangenen Jahres gibt es die Erlebnis-Lernreihe rund um die beiden Hauptakteure nun auch im deutschen Handel.

Die abc-mama und ihre Kinder hatten das ausgesprochene Vergnügen, sich ein Basis-Set der umfangreichen Lernreihe Englisch entdecken mit Ben & Bella einmal anschauen und beim Ausprobieren die vielen Möglichkeiten des Basis-Sets Bauernhof entdecken zu können.
Mit viel Spaß an der Sache und erstaunlichen Resultaten - aber dazu später mehr!

Wer sind Ben und Bella?
Ben und Bella sind zwei liebenswerte Charaktere, die dank ihres knuddeligen Aussehens und ihrer liebenswerten Art ruckzuck die Herzen von Kindern zu erobern vermögen.
Spannende und lustige Abenteuer erleben die beiden in Umgebungen, die Kindern aus ihrem eigenen Leben und Alltag vertraut sein dürften.

Natürlich sind die beiden auch mit ihrer eigenen Seite im Internet vertreten.
Wer sie kennenlernen und an dieser Stelle erst einmal einen ersten Eindruck ihrer animierten Geschichten bekommen möchte, kann sich einige Ausschnitte ihrer Abenteuer auf der deutschen Ben und Bella Seite unter „Themenwelten“ anschauen. (more…)


Original post by abc-mama

Alle anders, aber gleich

Wo und als wer man geboren wird, das kann sich niemand aussuchen/ Illustration: Gert Albrecht für DIE ZEIT

Es gibt keine Menschen, die mehr wert sind als andere. »Rechtsextreme« behaupten das Gegenteil. Einige begehen sogar schreckliche Verbrechen

Von Toralf Staud

Jeder Mensch ist anders. Der eine ist groß, der andere klein. Der eine isst am liebsten Spinat, der andere Spaghetti. Der eine hat dunkle Haut, der andere helle. Der eine kann schnell laufen, der andere gut rechnen. Keinen Menschen gibt es zweimal; sogar eineiige Zwillinge unterscheiden sich in vielen kleinen Dingen.

Es ist auch völliger Zufall, wo und in welche Familie hinein jemand geboren wird. Deshalb ist es auch völliger Quatsch, Menschen nach ihrer Herkunft beurteilen zu wollen. Vielleicht kommen die Eltern Deiner Freundin aus der Türkei, oder der beste Freund Deiner Schwester ist vor einem Jahr aus China in die Stadt gezogen. Ob jemand nett ist oder interessant, hängt nicht vom Wohnort ab, genauso wenig wie vom Aussehen. Wichtig ist, was in ihm steckt. Niemand ist mehr wert als jemand anderes! Jede und jeder hat die gleichen Rechte!

Doch es gibt Leute, die das anders sehen. Diese Leute nennt man Rechtsextremisten. Das ist ein ziemlich kompliziertes Wort. »Extrem« steckt drin, das Gegenteil von normal. Denn rechtsextremistische Ansichten sind nicht normal. Rechtsextremisten werden häufig auch als Nazis bezeichnet. Das hat mit der deutschen Geschichte zu tun, dazu kommen wir später noch.

Rechtsextremisten haben jedenfalls Probleme mit Menschen, die anders sind als sie. Zum Beispiel würden sie am liebsten jeden, der im Ausland geboren ist oder dessen Eltern von dort stammen, aus Deutschland hinauswerfen. Sie behaupten auch, es wäre gut, wenn nur noch Menschen zusammenleben, die möglichst gleich aussehen. Rechtsextremisten teilen die Menschheit gern in »Rassen« ein. Man nennt sie deshalb auch Rassisten.

Sie sagen, man müsse seine »Rasse sauber halten«. Was sie meinen, ist zum Beispiel, dass Japaner nicht mit Deutschen Kinder bekommen sollen. Rassisten sagen auch, dass ihre eigene »Rasse« besser sei als andere. Bis vor etwa hundert Jahren haben noch viele Menschen an so einen Blödsinn geglaubt. Beispielsweise war in Europa häufig zu hören, wir seien mehr wert als Afrikaner. Das ist natürlich Unsinn. Und Forscher haben längst bewiesen, dass es bei uns Menschen überhaupt keine Rassen gibt – anders als bei Tieren.

Was Forscher nachweisen, interessiert Rassisten aber nicht. Sie wollen an Rassen glauben. Die meisten Rechtsextremisten gleichen mit ihrem Denken nämlich nur Probleme aus. Oft haben sie Angst vor etwas, sind unzufrieden mit ihrem Leben oder einfach unsicher. Wenn sie dann auf andere Menschen herabschauen können, fühlen sie sich stark und überlegen.

Es gibt auch Politiker, die rechtsextremistische oder rassistische Dinge sagen. Sie tun das zum Beispiel, um von Missständen abzulenken. Es ist ja auch sehr bequem, wenn man die Schuld für Dinge, die in einem Land, einer Region oder einer Stadt nicht klappen, jemandem in die Schuhe schieben kann. Wenn es zum Beispiel viele Arbeitslose gibt, ist die einfachste Ausrede, zu sagen, dass Ausländer daran schuld seien. Weil sie angeblich den Deutschen die Arbeit wegnehmen. Das stimmt natürlich nicht – was man schon daran sieht, dass es in Ostdeutschland die meisten Menschen ohne Arbeit gibt, dort aber die wenigsten Ausländer leben. Doch leider kommen Politiker mit solchen Aussagen bei vielen Menschen an. Einzelne rechtsextremistische Gedanken sind sehr, sehr weit verbreitet.

Und jetzt kommen wir zurück zur deutschen Geschichte. Bei uns gab es vor achtzig Jahren den Politiker Adolf Hitler, seine Partei hieß abgekürzt NSDAP. »NS« stand für »nationalsozialistisch«, die Parteianhänger wurden deshalb kurz Nazis genannt. Am 30. Januar 1933 wurde Hitler Reichskanzler und begann mit seiner Partei, die Demokratie abzuschaffen. Dieses Datum nennen viele »Machtergreifung«.

Hitler wollte der mächtigste Mann der Welt werden. Er redete den Deutschen ein, sie müssten sich gegen andere »Rassen« wehren, vor allem gegen Menschen jüdischer Religion. Hitler hat dann einen schlimmen Krieg angefangen, in dem Millionen Menschen starben.

Vieles, was Hitler sagte, sagen heute die Rechtsextremisten. Deshalb werden sie oft auch Nazis genannt oder Neonazis, also »neue Nazis«. In der Politik spielen sie keine große Rolle. Aber auch heute überfallen Rechtsextremisten Menschen, die ihnen nicht gefallen – in den letzten Wochen wurde zum Beispiel viel über eine Bande berichtet, die über Jahre gemordet hat, mitten in Deutschland. In den letzten 20 Jahren haben Rechtsextremisten mindestens 147 Menschen getötet und viele Tausend verletzt. Zum Beispiel Leute, die aus der Türkei nach Deutschland gekommen sind, oder Obdachlose, also Menschen ohne Wohnung.

Rassisten und Rechtsextremisten sagen, alle Fremden seien gefährlich. Und es stimmt ja, dass man erst mal vorsichtig sein sollte, wenn man jemanden noch nicht kennt. Aber das gilt für Deutsche genauso wie für Ausländer. Man ist natürlich nicht gleich ein Rassist, wenn man sich mal über einen ausländischen Mitschüler ärgert. Übel ist es, wenn man Fremde ablehnt, weil sie fremd sind. Rassismus ist, wenn man Menschen nur mit ihrer Herkunft erklärt – wer sagt: »Alle Schwarzen sind faul«, oder: »Alle Juden sind geldgierig«, der ist rechtsextremistisch. Und er ist dumm. Genauso gut könnte er ja behaupten: »Alle großen Menschen sind klug.« Rechtsextremisten sagen noch andere dumme Sachen: zum Beispiel, dass sich Frauen nur um Kinder und Haushaltsarbeit kümmern sollten. Oder dass es gut ist, wenn einige über alle anderen bestimmen.

Rassisten und Rechtsextremisten gibt es überall. Aber kein Kind kommt als Rechtsextremist auf die Welt; Kinder spielen mit anderen Kindern, egal, welcher Hautfarbe. Meist lernen sie von ihren Eltern, Fremde zu hassen. Wenn Du also rassistische Sprüche hörst, dann widersprich! Du kannst sicher sein, dass Du damit recht hast.

Original post by Redaktion KinderZEIT

Wer war eigentlich (35): Astrid Lindgren?

Astrid Lindgren / © Roine Karlsson

Es gibt wohl nur wenige Kinder, die darauf keine Antwort wissen. Wer kennt nicht Pippi und Karlsson, Ronja und die Brüder Löwenherz, Michel, Kalle, Lotta – und all die anderen Figuren aus den Geschichten der schwedischen Kinderbuchautorin. Astrid Lindgren wurde 1907 auf einem Bauernhof in der Nähe der Stadt Vimmerby geboren.

Zum Schreiben kam sie, als sie sich eines Winters den Knöchel verstauchte und der Arzt Bettruhe verordnete. Sie hatte ihrer Tochter Karin abends immer ausgedachte Geschichten über ein Mädchen namens Pippi erzählt. Nun, mit dem verletzten Knöchel, fand sie Zeit, diese aufzuschreiben. Ihre erste Kinderheldin war geboren – viele weitere folgten. Astrid Lindgren staunte oft selbst darüber, dass ihre Figuren in aller Welt so ins Herz geschlossen wurden. Am 28. Januar vor zehn Jahren ist sie gestorben.

Noch mehr über die wohl berühmteste Kinderbuchautorin der Welt, ihre Geschichten und die bekannten Figuren wie Pippi, Michel und Ronja erfahrt Ihr auf der deutschsprachigen Seite http://www.astrid-lindgren.de/. Die Radiogeschichte über Astrid Lindgren hört Ihr am Sonntag um 8.05 Uhr in der Sendung Mikado – Radio für Kinder auf NDR Info oder im Internet.

Und jetzt seid Ihr dran: Wir möchten wissen, welche Bücher von Astrid Lindgren Ihr am liebsten lest. Mögt Ihr Pippi oder Michel lieber? Träumt Ihr Euch manchmal nach Bullerbü? Und ist Karlsson vom Dach eigentlich nett, oder eigentlich ziemlich fies? Schreibt einfach in das Feld unter diesem Text, wir freuen uns auf Eure Beiträge.

Original post by Redaktion KinderZEIT

KrimiZeit für Kinder: Oberschichtjunge trifft Punkermädchen

Illustrationen: Ulf K. für DIE ZEIT/ www.ulf-k.blogspot.com

Der reiche Milo verliebt sich in die arme Iro. Gemeinsam ziehen sie in den Kampf gegen Männer in kleinkarierten Anzügen

Von Anna Marohn

Jeder kennt diesen Punkt, der ein gutes Buch von einem schlechten unterscheidet: die letzte Seite, der letzte Absatz, der letzte Satz. Und Schluss. Man blättert trotzdem weiter, ob vielleicht nicht doch irgendwo noch etwas passiert. Abschied zu nehmen fällt schwer, wenn die Figuren einem so vertraut geworden sind wie gute Freunde. So ergeht es einem mit Milo, Iro, Gulli, Görli und den anderen Kindern aus der Jagd nach dem grünhaari- gen Mädchen, mit denen man viel erlebt und durchlitten hat.

Dabei mutet Rudolf Herfurtner seinen Lesern durchaus etwas zu. Schon der erste Satz hat es in sich: »Cholera ist tot.« Eine Ratte mit dem Namen einer todbringenden Krankheit und ein Mädchen mit grünen Haaren, das sein Haustier verliert, wo es doch nicht einmal ein richtiges Zuhause hat. Dann der abrupte Szenenwechsel in Milos schickes Villenleben, das vielleicht von außen heil, aber innen auch ziemlich kaputt ist. Vielleicht fremdelt der Leser am Anfang bei den schnellen Perspektivwechseln, aber erst daraus formt sich die komplexe Welt, in der Milos und Iros Geschichte spielt.

Es ist ein Kinderkrimi im besten Sinne: spannend, fantasievoll, aber auch ganz nah an der Realität, wenn es um die wichtigen Dinge im Leben geht. Milo, das gehätschelte Oberschichtkind, hat eine Mutter, die keine Zeit für ihn hat; einen Stiefvater (»Onkel Klaus«), der sich nur für die Spielzeugfirma und nicht für ihn interessiert − und einen Vater, der ihn früh verlassen hat. Warum, das weiß er nicht.

Milo trainiert Minigolf, jeden Tag. Er übt am liebsten an der Bahn, die einem Vulkan ähnelt. »Für den Vulkan braucht man alles: Schwung und Zurückhaltung, Anspannung und Lockerheit, mit einem Wort: Haltung«, erläutert der Erzähler. Im Leben hat Milo die richtige Haltung schon gefunden. Er ist neugierig, voller Mitgefühl und mutig genug, ein großes Abenteuer zu bestehen.

Das erste Mal kreuzt sein Weg den des grünhaarigen Mädchens Iro, als er zu einer Spielzeugpräsentation gefahren wird, bei der er die Milo-Safari-Serie vorstellen soll: Er ist nämlich die lebendige Vorbildfigur und gleichzeitig das Model für die Kinderkleider-Kollektion seiner Mutter.

Männer in kleinkarierten Anzügen wollen die junge Punkerin entführen − und Milo kann sie nicht retten, weil er im Auto sitzt, eingeschlossen, wie so oft. So kann er nur zusehen, wie der stadtbekannte Straßenjunge Gulli auf seinem Skateboard-Einkaufswagen-Gefährt das Mädchen in letzter Sekunde den Häschern wegschnappt. Milo weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dies ihre Rettung ist.

Die Sorge um das Mädchen mit dem irren Haarschnitt lässt ihn nicht los. Er ist so beunruhigt, dass er aus seinem behüteten – man könnte auch sagen: gefängnisartigen – Heim flieht. »Draußen« trifft er Straßenkinder, die sich ebenfalls um Iro sorgen. Das wird nicht leicht für Milo: Gulli, der seinen kleinen Bruder an die Kleinkarierten verloren hat, traut ihm nicht über den Weg und nimmt ihn bei einem »Weichei-Test« hart ran – mithilfe der kleinen, wilden »Ketchupbomber«, die ihren Namen zu Recht tragen. Dann gibt es auch noch den mysteriösen Merklin, der von Milo offenbar mehr weiß, als er erkennen lässt.

Was machen die Kleinkarierten mit den Kindern, die sie auf der Straße fangen? Und was genau macht Onkel Klaus im zweiten Stock der Spielzeugfirma, in den man nur mit einem Spezialschlüssel kommt? Was hat es schließlich mit der merkwürdigen Sprechpuppe im Zimmer des Polizeipräsidiums auf sich?

Milo muss viel verstehen und durchstehen, bevor er alles zusammenbringt. Er ist zum Glück viel stärker, als ihm alle zutrauen. Sein Antrieb und seine Kraft rühren dabei von einem starken Gefühl: Ein kurzer Moment hat ihm gereicht, um sich in Iro zu vergucken, auch wenn sie scheinbar in einer ganz anderen Welt lebt – wie das manchmal eben so ist.

Milo weiß, dass seine Mutter Dorabella, die ehemalige Opernsängerin, ihn liebt, aber zu schwach ist, um zu ihm zu stehen. Für sie zählt nur die schöne Fassade, ihr Milo soll einfach immer nur »PÖRFEKT« sein. Sie flüchtet in ihre Vergangenheit, die sie in einem Geheimzimmer mit all ihren alten Kostümen untergebracht hat. Milo kann sie dort von seinem Zimmer aus manchmal singen hören, so wie früher. Auch er hängt an der Vergangenheit, vor allem an der Erinnerung, die er noch an seinen Vater hat. Aber er nutzt die Vergangenheit, um daraus Kraft zu schöpfen.

Den Schmeichelstein, den ihm sein Vater zum Abschied hinterließ, trägt Milo immer bei sich. »So weich und fest, wie meine Liebe«, stand auf dem Zettel, in den der Stein eingewickelt war. Milo hat eine weitere Stütze in Ludmilla; sie ist Köchin und Ersatzmutter in einem und scheint mehr zu wissen als alle anderen. Mit einem Augenzwinkern gibt sie ihm zu verstehen: Ich bin auf deiner Seite.

So ziehen am Ende die geheimnisvollen kleinkarierten Männer gegen Milo, Iro, Gulli und Merklin den Kürzeren. Und zwar ganz einfach, weil Freundschaft und Liebe stark machen. Weil ganz viele Kinder mehr bewegen können als wenige bösartige Erwachsene. Das ist die Wahrheit, die hinter der Geschichte steht. Wenn sie so aufgeschrieben ist wie in diesem Buch, ist sie besonders schön.

Doch zum Glück hat Herfurtner kein kitschiges Happy End verfasst. Das hätte zu seiner vielschichtigen Erzählung nicht gepasst. Die Kinder, aus denen Puppen wurden, werden wieder Kinder. Vater und Sohn finden wieder zusammen. Warum der Vater aber überhaupt gegangen war, diese Frage steht noch zwischen ihnen. Liebe hilft viel, aber sie kann auch nichts ungeschehen machen.

Der spannende Krimi “Milo und die Jagd nach dem grünhaarigen Mädchen” von Rudolf Herfurtner ist der zwölfte Band der 15-teiligen neuen Krimiedition für Kinder von der ZEIT. Hier erfährst Du mehr darüber.

Original post by Redaktion KinderZEIT

Brauchen Kinder eine Extrawurst?

Kindermilch, Nougat-Cremes, quietschbunte Frühstücks-Cerealien: So genannte Kinderlebensmittel sollen den Bedürfnissen kleiner Kinder entgegenkommen. Doch was in den Supermarktregalen steht, ist oft alles andere als kindgerecht. Experten warnen vor der „Extrawurst“ für Kinder: Extra sei hier vor allem Zucker, Fett und Aromen.Kinder sind eine attraktive Zielgruppe für den Handel. Die Hersteller…

Original post by sofie75